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Kleine Einführung in Ebbe und Flut am spanischen Atlantik

Wenn wir Besuch haben gehen wir viel Spazieren und dabei kommt es vor, dass unser Besuch den Atlantik bzw. unseren Küstenstreifen bei Ebbe sieht. Nun wird keiner sich die Blöße geben und fragen: Wie Funktioniert den Ebbe und Flut am Atlantik? Keiner fragt, wie lange die Phase der Ebbe und der Flut ist? Oder wie hoch der Tidenhub ist. Es wird nur gefragt, welche Phase gerade ist. Was eigentlich, wenn man nicht spanischer Fischer ist, unmöglich zu beantworten ist.
Um Ihrem Besuch und Ihnen die Peinlichkeit solcher Fragen zu ersparen können Sie etwas fachsimpeln und die Fragen und Antworten kurz vorwegnehmen. Auf diese Art und Weise vermeiden Sie Peinlichkeiten für Ihre Gäste und sich selbst als Gastgeber. Aber bitte nicht blenden und so tun sich nicht so als ob nur ein wenig von Ihrem Wissen preisgeben, denn sonst kommen schnell weiterführende Fragen und Sie haben sich aus bis auf die Knochen blamiert.

spanien atlantik

Wie kommt es zu Ebbe und Flut im Atlantik und im Mittelmeer?

Der Meister selbst, Leonardo da Vinci, im der Codex Leicester:

verantwortlich für ebbe und flut im atlantik ist nicht der mond, sondern die stauung des wassers im mittelmeer, welche sich dadurch ergibt, dass von allen seiten flüsse hinein fließen. das mittelmeer gibt diese sich in ihm stauenden wassermassen durch die meerenge von gibraltar an den atlantik weiter. dadurch steigt der wasserspiegel des atlantischen ozeans. weil höher gelegenes wasser immer danach strebt, in richtung zum niedrigen zu fließen, strömt das in den atlantik geflossene wasser wieder zurück in richtung der meerenge von gibraltar, während zur gleichen zeit das mittelmeer wieder von den flüssen gefüllt wird.

Die Antwort Leonardos auf die Frage, gehört wohl eher in den Bereich der Mythen, aber es ist eine nette Anekdote für den Anfang des Gesprächs :-)

Mein eigener Versuch (kein Versuch mich mit dem Meister zu messen) der Antwort auf die Frage:

Wie kommt es zu Ebbe und Flut im Atlantik?

Zwei mal am Tag kommt das Wasser und erreicht am Ende der Flut einen Höchststand und zwei mal am Tag geht das Wasser und erreicht am Ende der Ebbe einen Tiefststand. Es sind etwa 6 Stunden von Flut zu Ebbe und umgekehrt. Die kürzeste Ebbe-Flut-Periode beträgt etwa 12 Stunden und 24 Minuten. Insgesamt treten Ebbe und Flut jeden Tag etwa 50 Minuten später ein. In Abhängigkeit zur Topographie und den Wetterbedingungen (Windverhältnissen, wie anlandiger oder ablandiger Wind u.v.m.) fallen die Pegelhöchst und -tiefstände aus.

Wie kommt die Zeitverzögerung von Ebbe und Flut zustande?

Die Gezeiten werden von Sonne und Mond ausgelöst. Im “globalen Maßstab” kommt es durch die “schwachen Anziehungskräfte” von Sonne und Mond auf die Erde zu einem Anstieg des Wassers auf der Mond zugewandten Seite der Erde (es ist zu beachten, dass die Anziehungskraft des Mondes sich weitaus größere Auswirkungen hat als die der Sonne). Jeder weiß, dass sich die Erde in 24 Stunden einmal um sich selbst dreht. Der Mond hingegen ist in seiner Bahn, innerhalb von 24 Stunden, um 12 Prozent nach Osten fortgeschritten (bzgl. Erde) und verursacht daher die durchschnittliche Verzögerung von 50 Minuten.

Gibt es große Unterschiede zwischen Ebbe und Flut von Ort zu Ort?

Den sichtbaren “Unterschied” zwischen dem Tiefstand der Ebbe und dem Höchststand Flut nennt man Tidenhub. Sehr beeindruckend ist der Tidenhub im Wattenmeer der Nordsee. Aufgrund des flachen Reliefs werden im Wattenmeer weite Landstriche unter Wasser gesetzt und innerhalb von sechs Stunden wieder “trockengelegt”. Die Flutwellen werden nicht in der flachen Nordsee erzeugt, sondern stammen aus dem Atlantik und schwingen in die Nordsee.

Der Tidenhub an der spanischen Atlantikküste beträgt i.d.R. 2-3 m. An vielen Stellen an der Spanischen Atlantikküste sieht man den Unterschied zwischen Ebbe und Flut jedoch kaum, da das Relief des Meeresbodens weit schneller abfällt als bsp. an der Nordsee. An der spanischen Atlantikküste sieht man den Tidenhub meist aufgrund aus dem Wasser hervorstechender Felsformationen und /oder des Farbkontrastes der nassen Küstenfelsen bzw. des nassen Sandes am Strand.

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